Ohje, wir sind zwar trotz des Anti-Luxus-Zimmers relativ schnell eingeschlafen, die stechenden Matratzenfedern mal ausser Acht gelassen, aber ich hab mir am Tag zuvor eine so fette Blase gelaufen, dass ich mitten in der Nacht selbst ärztliche Rettungsmaßnahmen ergreifen musste. Immerhin konnte ich so noch bis zum Sonnenaufgang um ca. 5:30 Uhr schlafen...
Da wir schon wach sind lassen wir uns dieses Naturschauspiel natürlich nicht entgehen. Einfach unglaublich so früh am Morgen den Wellen zu lauschen, die sanfte Brise zu genießen und dabei zuzusehen, wie sich der Himmel langsam bunt verfärbt. Ja, da lohnt es sich wenigstens in aller Herrgottsfrühe aus dem Bett zu springen und auf den völlig überbewerteten Schlaf zu verzichten! ;-)
Unglücklicherweise ist hier um diese Uhrzeit noch nicht so reges Treiben, so dass auch das Frühstück erst in ca. 1 1/2 Stunden serviert wird... Oh mein Gott! Sooooo lang.... :-(( Naja, das heißt mal wieder Zeit totschlagen und lesen.
Nach der Nahrungsaufnahme gehts an den Strand und ein bisschen Sonnen und plantschen. Hach, das ist einfach herrlich! Das Meer hier ist so unglaublich schön und auch gar nicht kalt. Einfach nur schön!!
Um 11 müssen wir auschecken, also packen wir unsere sieben Sachen wieder zusammen und machen uns auf den Weg in die Innenstadt von Tulum, von wo aus auch der Bus weiter fährt. Zu unserer Enttäuschung müssen wir dort allerdings weitere 1 1/2 Stunden warten, bis es endlich Richtung Cobá geht. Es ist allerdings ein bisschen umständlich mit den beiden Packs durch die Strassen zu laufen und etwas anzuschauen, eigentlich ist jeder Schritt anstrengend, weil die Sonne schon wieder ordentlich Kraft hat. Zwischen all den Kruschläden, wo man Nippes aller Art kaufen kann, finden wir einen netten kleinen Laden mit gemütlichen Hinterhof, wo man verschiedenste Früchte und Eis haben kann. Hier stoßen wir endlich mal auf eine Mexikanerin, die der Englischen Sprache mächtig ist und sie erklärt uns das Sortiment in aller Ausführlichkeit. Ja ja, Schande über uns, aber wir sind dem Spanisch hier definitiv nicht gewachsen!!
Um 13 Uhr fährt dann endlich der Bus ab. Wir fahren ca. 1 Stunde ins Landesinnere, bis wir das 300-Seelen-Dorf Cobá erreichen. Dort müssen wir erstmal zu unserer Unterkunft, die wir uns im Lonely Planet bereits ausgesucht haben, laufen. Zum Glück nicht ganz so weit, aber es ist trotzdem sehr anstrengend. Die Unterkunft selbst ist echt sehr schön. Eine spanische Hacienda, so beschreibt der Reiseführer diese direkt am See gelegene Anlage mit seinen roten Bodenfliesen und den Zimmern, die einen grossen Innenhof mit Poolanlage umgeben. Ja, wirklich sehr einladend.
Nach dem Mittagessen machen wir uns wieder auf den Weg, um das Örtchen zu erkunden und den See zu besichtigen, in dem es angeblich von Krokodilen wimmelt. Leider sehen wir nur ein minikleines Exemplar und das ist auch noch zu faul um irgendwelche Special Moves vorzuführen! ;-)
Recht viel mehr gibt es hier auch nicht mehr zu sehen, denn für die Mayaruinen sind wir bereits zu spät dran. Also gehts doch ab an den Pool zum relaxen.
Am Abend suchen wir uns schließlich ein schönes Plätzchen am Steg, um dort den Sonnenuntergang über dem See zu betrachten, danach geht es auch schon relativ bald ins Bettchen...
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